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Skandal, der keiner war. SPD bietet keine Kreuzfahrt zu Stalin-Villa an!

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„Mitten im Ukraine-Krieg: SPD bietet Kreuzfahrt zu Stalins Ferienhaus an!“ Die Schlagzeile eines faktenbasierten Wochenmagazins ließ am Wochenende aufhorchen. „Im Rahmen einer Kreuzfahrt auf dem Schwarzen Meer im Oktober 2022 bietet das Reisebüro der SPD auch einen Trip nach Sotschi an. Der dortige Programmpunkt ist aber streitbar - die Reise geht nämlich zum Ferienhaus des ehemaligen Sowjet-Diktators Josef Stalin. Das sorgt vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges für Diskussionsstoff“. Von Nori Kouzeli

So das Blatt, das es auch sonst mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt. Diesem unglaublichen Vorgang pflichtet natürlich auch ein Boulevard-Blatt ähnlicher Couleur bei. „Geradezu pervers“, pflichtet laut Bild ein Historiker bei. Die Meldung samt Aufregung stinkt, gelinde gesagt. Die Kreuzfahrten sind nach rund 2 Monaten Krieg in der Ukraine und damit am Schwarzen Meer abgesagt.

Und dass ausgerechnet sozialdemokratische Genossen dem sowjetischen Tyrannen namens Stalin huldigen, klingt nur für diejenigen plausibel, die in der Sozialdemokratie ein Werk des Leibhaftigen sehen. Aber was soll´s: Die Schlagzeile war raus. Irgendetwas wird schon hängen bleiben!

Die Autorin dieser Zeile, wollte wissen, was hinter diesen Zeilen steckt. Und wandte sich an die Urheber dieses vermeintlich unglaublichen Vorgangs. Das SPD-Reisebüro! Der Leiter des Büros bedankte sich erst einmal, dass keine üble E-Mail in Haus flatterte sondern eine höfliche Nachfrage.

Das Ergebnis des Gesprächs: „Wir bieten seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine keine Reisen mehr dort hin an. Bei einer Kreuzfahrt im Schwarzen Meer wäre das Ferienhaus des Stalin sicher zu sehen gewesen. Auf dieses hätte die Leitung des Kreuzfahrtschiffes vermutlich auch hingewiesen“.

Das ist sicher ein Unterschied zu einer SPD-Reise zum Ferienhaus Stalins. Keine Rede von einer Wallfahrt zum sowjetischen Ober-Terroristen, dessen Fußstapfen gerade ein Zar Putin in der Ukraine folgt. Boshaftigkeit biegt eben Weltbilder zurecht.

 

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